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Die gefährlichsten Fleischfresser der Welt

Salzwasserkrokodil

Es gibt Millionen von verschiedenen Tierarten, die auf unserem Planeten leben. Von diesen Millionen verschiedenen Arten gibt es aber nur sehr wenige, welche an der Spitze der Nahrungskette verweilen. Spitzenjäger, oder auf Englisch auch „Apex Predator“, werden die Arten genannt, welche sich an der Spitze der Nahrungskette befinden.

Solche Tierarten sich Fleischfresser und ernähren sich von einer Vielzahl von Beutetieren. Sie müssen sich außerdem vor keinen oder nur sehr wenigen anderen Jägern in Acht nehmen. Genau das ist es, was einen Spitzenjäger ausmacht. In diesem Beitrag werden wir die mächtigsten Fleischfresser der Welt genauer unter die Lupe nehmen und ihre individuellen Charakteristiken aufzeigen.

Der Löwe

Löwe

Beginnen wir gleich mit dem Löwen. Diese Art symbolisiert oft Macht, Mut und etwas Adliges. Doch ihre Stärke liegt nicht nur im Individuum, sondern im Rudel, denn meistens findet man diese Tiere als Pack von über zehn Individuen. Die Männchen, welche größer werden als die Weibchen, können ohne Schwanz bis zu 2.1 Meter lang werden. Der Schwanz alleine kann noch weitere 90 cm lang werden.

In Sachen Gewicht bringen sie bis zu 250 kg auf die Waage. Die größte wilde Population von Löwen lebt in Afrika. Im Gir Nationalpark, einem indischen Naturreservat, gibt es allerdings noch eine sehr geringe Anzahl asiatischer Löwen, welche in freier Wildbahn leben.

Der Tiger

Tiger

Doch der Löwe ist nicht die größte Raubkatzenart der Welt. Dieser Titel gehört dem Tiger. Tiger werden nämlich etwas größer als Löwen. Die größten Männchen können eine Körperlänge von bis zu 2.8 Metern erreichen, wobei ihr Schwanz noch weitere 1.2 Meter lang werden kann. Dabei bringen sie noch ein stolzes Gewicht von etwa 300 kg auf die Waage. Wilde Populationen von Tigern findet man in vielen Gebieten in Asien.

Eine solch beeindruckende Größe kombiniert mit einem solchen Gewicht macht den Tiger zu einem der mächtigsten Jägern der Welt. Anders als Löwen sind sie jedoch Einzelgänger. Ausnahmefälle sind Mütter mit ihren Jungtieren. Tiger sind nicht wählerisch mit ihrer Nahrung. Da sie oft in freier Wildbahn unterernährt sind, dürfen sie nicht wählerisch sein. Sie ernähren sich aber von einer Vielzahl von Beutetieren, sogar von Leoparden.

Der Weiße Hai

Weißer Hai

Der nächste Fleischfresser auf dieser Liste ist der berühmt berüchtigte Weiße Hai. Er ist der größte lebende Raubfisch der Welt. Durchschnittlich wird diese Art etwa 4.5 Meter lang. Die Weibchen werden in der Regel größer als die Männchen. Das größte jemals gemessene Weibchen war ungefähr sieben Meter lang und brachte geschätzt zwei Tonnen auf die Waage.

Zusätzlich zu ihrer Größe verfügen sie auch ungefähr 300 rasiermesserscharfe Zähne und eine enorm hohe Beißkraft. Sie sind im Grunde fast weltweit verbreitet. Man findet sie unter anderem an Meeresküsten in Ländern wie Australien, Südafrika, Argentinien, Madagaskar und vielen mehr.

Das Salzwasserkrokodil

Salzwasserkrokodil

Das Salzwasserkrokodil, auch Leistenkrokodil genannt, ist die größte lebende Reptilienart der Welt. Sie können wie auch der Weiße Hai bis zu sieben Meter lang werden. Dabei erreichen sie ein maximales Gewicht von über einer Tonne. Die meisten Individuen werden aber nur etwa eine halbe Tonne schwer. Das Gebiss ist mit etwa 66 Zähnen ausgestattet und verfügt über die wohl stärkste Beißkraft von allen lebenden Tierarten der Welt.

Salzwasserkrokodile leben nicht nur im Salzwasser bzw. im Meer, sondern auch in Süß- und Brackwasser, beispielsweise in Flüssen. Zu finden gibt es diese Tiere in freier Wildbahn in Seen, Flüssen und im Ozean von Südindien bis Nordaustralien.

Der Braunbär

Grizzlybär

Der Braunbär gilt als einer der mächtigsten Jäger auf dem Land. Vor allem die beiden Unterarten, nämlich der Grizzlybär sowie der Kodiakbär sind sehr gefürchtet. Der Braunbär ist nicht nur ein Fleischfresser, sondern auch ein Pflanzenfresser, was ihn zu einem Allesfresser macht. Der Kodiakbär ist die größte Unterart des Braunbären und erreicht auf allen Vieren eine Schulterhöhe von etwa 1.5 Metern. Aufgerichtet auf zwei Beinen kann der Kodiakbär sogar drei Meter groß werden.

Dabei bringt er in manchen Fällen bis zu 750 kg auf die Waage. Es gibt sicherlich nicht viele Lebewesen, die sich mit solch einem Tier gerne anlegen würden. Den Kodiakbären findet man in freier Wildbahn ausschließlich im Kodiak-Inselsystem im Südwesten Alaskas. Die andere Unterart hingegen, nämlich der Grizzlybär, wird etwas kleiner als der Kodiakbär. Grizzlybären leben in westlichen Gebieten der USA sowie Kanada.

Der Eisbär

Eisbär

Nahe Verwandt mit dem Braunbären ist der Eisbär, manchmal auch Polarbär genannt. Der Eisbär gilt zusammen mit dem Kodiakbär als das größte Landraubtier der Welt. Es gibt kaum Tiere, die der Eisbär nicht jagen könnte. Sie erreichen geschätzt eine maximale Länge von etwa 3.3 Metern mit einer Schulterhöhe von 1.5 Metern.

Auch sie können wie der Kodiakbär bis zu 750 kg schwer werden. Die meisten Individuen überschreiten jedoch nicht ein Gewicht von 550 kg. Männchen dieser Art werden oftmals doppelt so schwer wie die Weibchen. Man findet den Eisbären in der Arktis, in Grönland, in Teilen Russlands, den USA (um genauer zu sein Alaska), Kanada sowie im norwegischen Inselarchipel Spitzbergen.

Der Riesenkalmar

Riesenkalmar

Der nächste Spitzenjäger auf dieser Liste beheimatet die Tiefsee. In nur sehr seltenen Fällen schwimmen sie an die Wasseroberfläche. Meistens halten sie sich in Tiefen von über einem Kilometer auf. Die Rede ist vom Riesenkalmar.

Weibliche Riesenkalmare werden um einiges größer als die Männchen. Weibchen werden nicht selten etwa 13 Meter lang. Der größte jemals gemessene Riesenkalmar, welcher 1887 an der Küste Neuseelands angespült wurde, soll unglaubliche 18 Meter lang gewesen sein. Die beiden langen Fangarme machen jedoch einen beträchtlichen Teil des Körpers aus. Nichtsdestotrotz wird diese Art riesig.

Man vermutet, dass der Riesenkalmar weltweit in der Tiefsee verbreitet ist, beispielsweise in Tiefseegebieten in der Nähe Japans, Neuseelands und vielen weiteren mehr.

Der Koloss-Kalmar

Koloss-Kalmar

Der Koloss-Kalmar ist ein naher Verwandter des Riesenkalmars und ist sogar noch seltener anzutreffen. Diese Art verfügt zusammen mit dem Riesenkalmar über die größten Augen im Tierreich. Die Augen des Koloss-Kalmars können unglaubliche 30 cm im Durchmesser groß werden. Das ist etwa so groß wie ein Basketball.

Die maximale Körperlänge von diesem Fleischfresser wird auf 13 bis 14 Metern geschätzt. Sein Körperbau ist viel robuster und stämmiger als beim Riesenkalmar. Die Art beheimatet eiskalte und stockdunkle Gewässer in Tiefen von über einem Kilometer, unter anderem in der Nähe der Antarktis, Süd-Südafrika und Süd-Neuseeland.

Der Pottwal

Pottwal mit Baby

Das größte und schwerste Raubtier der Welt ist der Pottwal. Der Kopf ist viereckig geformt und das Maul beherbergt etwa 50 riesige Zähne. Diese Art kann bis zu 18 Meter groß und 40 Tonnen schwer werden, wobei die Männchen in der Regel größer und schwerer sind als die Weibchen.

Sie halten sich primär in der Nähe der Wasseroberfläche auf, scheuen jedoch nicht davor zurück, in die Tiefsee anzutauchen. Das tun sie vor allem für die Jagd. Sie sind wahrscheinlich die Säugetiere, die am tiefsten im Wasser abtauchen können. In der stock dunklen Tiefsee orientieren sie sich dank Echoortung.

Es ist zweifellos bewiesen, dass Pottwale sich in der Tiefsee Kämpfe mit Riesenkalmaren liefern. Man hat nämlich Überreste von Riesenkalmaren in den Mägen toter Pottwale entdeckt. Ein solcher Kampf wurde bisher noch nie auf Kamera aufgenommen. Es wäre jedoch sicherlich spektakulär, einen solchen Kampf zu beobachten.

Der Orca

Orca im Ozean

Der Orca ist zwar nicht so groß wie der Pottwal, ist aber dennoch wahrscheinlich der mächtigste Jäger im Ozean. Sie jagen nämlich sehr geschickt und erbarmungslos im Rudel bzw. in Schulen. Orcas sind außerdem eine der wenigen Tierarten, deren weibliche Exemplare eine Menopause durchlaufen. Auch bei ihnen werden die Männchen größer als die Weibchen.

Weibliche Orcas können bis zu sieben Meter lang werden, wobei männliche Exemplare eine Maximallänge von zehn Metern erreichen. Große Exemplare können über fünf Tonnen schwer werden. Laut Schätzungen sollen sie als Art seit etwa elf Millionen Jahren existieren.

Auch wurde berichtet, wie Orcas Fischern bei der Jagd geholfen haben, nur um dann fair mit Snacks entschädigt zu werden. Sie sind unglaublich intelligente Tiere und sind im Grunde weltweit im Ozean verbreitet.

Der Mensch als mächtigster Fleischfresser

Doch obwohl alle bisher erwähnten Tiere ohne Zweifel Spitzenjäger sind, gibt es dennoch den Menschen, der sie alle übertrifft. Wir Menschen stehen dank unserer herausragenden Intelligenz an der Spitze der Nahrungskette. Das gilt jedoch nur als Kollektiv. Einzeln und unbewaffnet wären wir vielen Tierarten schutzlos ausgeliefert.

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