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Die größten Haie aller Zeiten

Megalodon

Haie sind wirklich faszinierende Lebewesen. Seit Hunderten von Millionen von Jahren durchstreifen sie schon die Ozeane in unterschiedlichsten Formen und Größen. Größentechnisch haben sie von nur einigen Zentimetern bis hin zu unglaublichen 20 Metern variiert. In diesem Beitrag werden die acht größten Haie vorgestellt, die laut dem heutigen Forschungsstand jemals existiert haben.

Weißer Hai

Weißer Hai

Beginnen wir die Liste gleich mit dem wohl bekanntesten Hai der Welt, nämlich dem berühmt berüchtigten Weißen Hai. Die größten Exemplare dieser Gattung können eine Maximallänge von sechs bis sieben Metern sowie ein Gewicht von etwa zwei Tonnen erreichen.

Der Weiße Hai ist torpedoförmig geformt, gräulich gefärbt und verfügt über einen ziemlich kräftigen Schwanz, der es ihm erlaubt, Geschwindigkeiten von bis zu 50 km/h im Wasser zu erreichen.

Dieses Tier ist perfekt darauf ausgerichtet, Beute im Wasser zu lokalisieren und verfügt auch über diverse Jagdstrategien. Wie auch beispielsweise der Orca nähert sich der Weiße Hai seiner ahnungslosen Beute an der Wasseroberfläche oftmals von unten. Mit hohem Tempo schwimmt er dann nach oben, schnappt sich die Beute und schießt bis zu einige Meter weit elegant über die Wasseroberfläche hinaus.

Das riesige Maul des Weißen Haies ist mit etwa 300 scharfen Zähnen ausgestattet, die sich in mehreren Reihen befinden. Die oberen Zähne sind etwas länger und für das Eindringen ins Fleisch der Beute ausgerichtet, wobei die unteren dafür da sind, um die Beute auch festzuhalten.

Die lorenzinischen Ampullen sind, bzw. ist ein einzigartiges Organ, welches Haien erlaubt, elektromagnetische Frequenzen aufzuspüren, beispielsweise den Herzschlag seiner Beute. Um genau zu sein werden die lorenzinischen Ampullen als Gesamtheit der Poren aufgefasst, welche sich an der unteren Hälfte der Schnauze befinden.

Weiße Haie sind im Grunde an fast allen Küsten der Weltmeere verbreitet. Eine besonders hohe Population ist jedoch vor allem an den Küsten von Australien, Südafrika sowie an Teilen der pazifischen Küste von Südamerika vorzufinden.

Grönlandhai

Grönlandhai

Der Grönlandhai, auch Eishai genannt, ist wahrscheinlich das langlebigste Wirbeltier der heutigen Zeit. Wissenschaftler haben herausgefunden, dass dieses faszinierende Tier Hunderte von Jahren leben kann. Bis zu 300 Jahre war vor nicht allzu langer Zeit noch die Rede.

Doch erst kürzlich wurde ein Grönlandhai entdeckt, der laut Schätzungen etwa 500 Jahre alt gewesen sei. Diese Haie verdanken ihre hohe Lebenserwartung dem eiskalten Wasser in ihrer natürlichen Umgebung sowie ihrem langsamen Stoffwechsel.

Doch wie kann man das Alter eines Grönlandhais mehr oder weniger bestimmen? Die Antwort darauf liegt in seinen Linsen. Je mehr winzige Schichten sich am Rand seiner beiden Augenlinsen befinden, desto älter der Hai. Diese zu zählen stellt für einen geschulten Betrachter kein Problem dar.

Die meisten Grönlandhaie sind grau-bräunlich gefärbt und verfügen über einen kräftigen Körperbau. Die Art wurde bisher ausschließlich in den Tiefen des nördlichen Atlantiks gesichtet. In Sachen Maximallänge ist der Grönlandhai mit dem Weißen Hai ziemlich gleich auf, sprich sechs bis sieben Meter.

Obwohl Grönlandhaie zwar nicht offiziell als eine aggressive Haiart gelten, die auch Menschen attackieren würden, sind sich Forscher diesbezüglich jedoch nicht zu 100% sicher. Direkte Begegnungen mit Menschen passieren nur in seltenen Fällen, beispielsweise wenn Grönlandhaie von der eisigen Tiefe an die Oberfläche emporsteigen.

Riesenhai

Riesenhai

Obwohl der Riesenhai für so manch einen angsteinflößend wirken mag, ist er dennoch einer der freundlichen Giganten der Tierwelt. Diese Gattung ist zurzeit die zweitgrößte lebende Fisch- und Haiart der Welt. Der Riesenhai ist ein sehr langsamer Schwimmer und sein Maul, welches bis zu einem Meter breit werden kann, bleibt die meiste Zeit offen.

Dieses faszinierende Lebewesen kann eine maximale Größe von neun bis zehn Metern und ein Gewicht von vier bis fünf Tonnen erreichen.

Riesenhaie sind im Grunde rund um den Globus zu finden, jedoch nur in den nördlichen sowie südlichen Regionen der Ozeane, weit entfernt vom Äquator. Sie kommen in verschiedenen Farben vor; von grau, braun bis hin zu schwarz.

Zwar haben sie Zähne, allerdings sind diese nur sehr winzig und maximal so groß wie ein menschlicher Fingernagel, wenn nicht sogar kleiner. Aber sie brauchen auch keine Zähne, denn sie sind in der Lage bis zu einer Tonne an Wasser pro Stunde aufzusaugen und dabei das nahreiche Plankton raus zu filtern. Die Art wurde für Jahrhunderte aufgrund ihrer riesigen Leber gejagt.

Ptychodus

Ptychodus

Kommen wir nun allerdings zur ersten ausgestorbenen Hai auf dieser Liste, und zwar zum Urzeithai Ptychodus. Dieser Hai lebte von der Mit- bis zur Spätkreide, vor etwa 110 bis 70 Millionen Jahren. Ptychodus hielt sich wahrscheinlich größtenteils am Meeresgrund auf, wo es Schalentiere als Hauptbeute verspeiste.

Leider ist nur sehr wenig über diesen Hai bekannt, jedoch geben Wissenschaftler ihr Bestes, um mit den limitierten Überresten so viel an Informationen wie nur möglich zu erarbeiten.

Ptychodus konnte eine Länge von etwa neun bis zehn Metern erreichen. Seine Zähen waren riesig und rundlich geformt. Dank dieser kräftigen Zähne konnte er selbst seine Hauptbeutetiere, nämlich harte Schalentiere, ohne allzu große Probleme verspeisen.

Wissenschaftler vermuten, dass Ptychodus damals eine essentielle Rolle in der Regulierung der Population von Schalentieren gespielt hat. Fossilien dieses immensen Haies wurden in Europa, Nordamerika, Südamerika sowie Ostasien geborgen.

Helicoprion

Helicoprion

Der nächste urzeitliche Hai auf dieser Liste ist der Helicoprion, der vorsichtig ausgedrückt über ein wirklich monströses Aussehen verfügte. Dieser Hai erreichte eine Länge von etwa neun bis elf Metern und die Zähne auf seinem Unterkiefer waren kreissägeförmig ausgerichtet. Sein Name bedeutet vom griechischen übersetzt „Spiralsäge“.

Als seine damaligen Beutetiere kommen unter anderem Fische sowie Kopffüßer in Frage. Es wird unter den Wissenschaftlern immer noch debattiert, ob Helicoprion im oberen Kiefer über Zähne verfügt hat. Manche Forscher meinen, dass er gar keine gehabt hat und andere wiederrum behaupten, dass er zwar Zähne im Oberkiefer gehabt hat, diese jedoch zu klein gewesen sind, um bei der Beutejagd hilfreich zu sein.

Stattdessen habe er wahrscheinlich seinen Unterkiefer benutzt, um die Beute zu fangen und diese dann in den Mund gleiten zu lassen. Wissenschaftler sind sich auch immer noch nicht sicher, wie und für welchen Zweck die Evolution ein solch einzigartiges Gebiss hervorgebracht hat.

Helicoprion lebte wahrscheinlich vor irgendwo zwischen 280 und 250 Millionen Jahren, Millionen von Jahren bevor die ersten Dinosaurier überhaupt entstanden sind. Seine Fossilien wurden in Russland, Japan, Australien und Nordamerika entdeckt.

Otodus

Otodus

Der Otodus ist ein weiteres Mysterium der Urzeit. Dieser Riesenhai erreichte eine Länge von neun bis zwölf Metern und durchstreifte die Ozeane vor irgendwo zwischen 60 und zehn Millionen Jahren. Die Überreste dieses Haies wurden unter anderem in Asien, Afrika, Europa sowie Nordamerika geborgen. Die gefundenen Zähne vom Otodus sind sehr spitz und dreieckig.

Seine Beutetiere waren wahrscheinlich kleinere Fische und Meeressäugetiere. Sein Name stammt aus dem Griechischen und bedeutet übersetzt „ohrförmiger Zahn“. Nach sorgfältiger Analyse kamen einige Wissenschaftler zur Hypothese, dass dieser Hai womöglich ein früher Vorfahre des Megalodons gewesen war, dem größten Hai der Erdgeschichte.

Walhai

Walhai Thumbnail

Wie auch der Riesenhai ist der Walhai einer der freundlichsten Giganten unserer Ozeane und birgt keine Gefahr für den Menschen. Der Walhai, wie schon sein Name verrät, sieht wie eine Mischung eines Haies mit einem Wal aus, ist aber dennoch eine reine Haiart.

Diese graziösen Riesen erreichen eine Länge von etwa zwölf bis 15 Metern. Inoffiziellen Augenberichten zufolge soll der Walhai sogar noch ein paar Meter länger werden können. Damit ist der Walhai die größte zurzeit lebende Hai- und Fischart der Welt.

Auch er verspeist seine Beute, unter anderem kleine Fische, Krabben und Plankton, in dem er mit seinem Maul eine große Menge an Wasser aufnimmt und die Beute dann rausfiltriert. Dieses Maul kann eine Breite von bis zu 1,5 Metern erreichen. Walhaie sind grau-braun gefärbt und können ein geschätztes Alter von bis zu 130 Jahren erreichen. Zu finden gibt es diese Tiere in allen tropischen Weltmeeren rund um den Globus.

Megalodon

Megalodon Extinction

Kommen wir nun zum größten Hai der Erdgeschichte, zum berühmt berüchtigten Urzeithai Megalodon. Der heutige Weiße Hai wirkt im Gegensatz zu ihm nur wie ein Miniaturmodell, denn Megalodon konnte etwa drei Mal so groß werden wie er, nämlich bis zu 20 Meter. Allein die Rückenflosse war etwa zwei Meter lang und die Schwanzflosse von Spitze zu Spitze etwa sechs Meter.

Die gefunden Zähne sind bis zu 18 cm lang. Der Kiefer, welcher etwa 280 dieser massiven Zähne beherbergte, hatte einen Durchmesser von etwa drei Metern. Damit konnte er ohne Probleme zwei bis drei erwachsene Menschen auf einmal ohne zu kauen runterschlucken.

Nicht zu vergessen ist auch seine Beißkraft von etwa 180’000 Newton. Das ist etwa drei Mal so stark wie die Beißkraft vom T-Rex und etwa 250 mal so stark wie die eines durchschnittlichen Menschen. Damit hat Megalodon die höchste geschätzte Beißkraft im Tierreich aller Zeiten.

Megalodon hat vor etwa zehn bis zwei Millionen Jahren die urzeitlichen Ozeane durchstreift und sich vorwiegend aus riesigen Walen ein Mahl gemacht. Seine Zähne wurden weltweit geborgen, sprich Megalodon hat zu seiner Zeit den ganzen Globus unsicher gemacht.

Auch nach Äonen gedeihen verschiedenste Haiarten immer noch auf der Erde. Obwohl viele ihrer riesigen Vorfahren zwar schon längst ausgestorben sind, gibt es dennoch Hinweise dafür, dass Haie mit der Zeit immer grösser werden. Wer weiß, vielleicht werden sich in ferner Zukunft neue Haiarten entwickeln, die selbst die Größe des Megalodons übertreffen könnten.

In diesem Video wird der Beitrag als Dokumentation präsentiert!

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